Bundesarbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen im Bereich
der Deutschen Bischofskonferenz


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An alle
Kolleginnen und Kollegen
im kirchlich-caritativen Dienst

6. März 2004

 

 

Europäischer Aktionstag gegen Sozialabbau

am 3. April 2004

Demonstrationen in Berlin, Köln und Stuttgart

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

verschiedene gewerkschaftliche Gruppierungen und politische Vereinigungen rufen für den 3. April 2004 zu großen Demonstrationen und Kundgebungen gegen Sozial- und Lohnabbau auf. Diese sollen nach unserem derzeitigen Kenntnisstand in den Zentren Berlin, Köln und Stuttgart stattfinden.

Die aufgestellten Forderungen sind im Detail sicher nicht alle so, dass sie für jeden und jede von uns komplett konsensfähig wären.

Andererseits spüren wir alle den zunehmenden Druck, der in der derzeitigen Krise des Sozialstaates auf den Schwächeren, vor allem den Familien mit mehreren Kinder, den unteren Einkommensgruppen, den weniger Leistungsfähigen und vor allem den jeweiligen Hilfesystemen lastet.

Da uns also als kirchlich-caritative Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Thema Sozialabbau elementar angeht, wäre es sicherlich falsch, uns an diesem Aktionstag schlicht passiv zu verhalten oder gar wegzuducken. Sich andererseits unbesehen den Forderungen der Initiatoren anzuschließen, bringt unser eigenes Profil und unsere eigene Verantwortlichkeit zu wenig zum Ausdruck.

Wir empfehlen daher allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ihren Vertretungsorganen im Bereich der katholischen Kirche und ihrer Caritas, sich, wo und wann irgend möglich, engagiert und selbstbewusst an diesem Aktionstag öffentlich mit einzubringen und den Grundaussagen der katholischen Soziallehre - Personalität, Solidarität und Subsidiarität - Geltung zu verschaffen.

Unsere Dienstgeber und Träger bitten wir um entsprechende Unterstützung. Sicherlich können sie durch eigene und deutliche Akzentsetzung unsere Forderungen nach einem Sozialumbau, der die Leistungsstarken vermehrt in Verantwortung nimmt und die Schwächeren nicht über ihre Möglichkeiten hinaus belastet, verstärken und vorantreiben.

Unsere Bischöfe fordern dazu auf, das Soziale neu zu denken. Lasst uns dieses Motto ergänzen durch das Motto:

"Das Neue sozial denken!"



Mit freundlichen Grüßen und herzlichem Dank

gez.

Günter Däggelmann

Georg Grädler

Thomas Schwendele

für die
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